Wir schreiben jetzt das Jahr 2025. Im Jahr 2017 hat der Kahler Gemeinderat beschlossen, die Festhalle zu erhalten und zu sanieren. Bisher ist folgendes passiert: NICHTS!
Jahr für Jahr wurde das Thema immer wieder diskutiert und Jahr für Jahr hieß es, jetzt geht es wirklich los. Neben Ausschreibungen, Planungen, erneuten Ausschreibungen, neue Pläne, neue Architekten und Absichtserklärungen sind an der Festhalle selbst keinerlei Arbeiten durchgeführt worden.
In den Haushaltsberatungen für den Etat 2025 heißt es jetzt: "Für die Festhallensanierung ist ein Betrag von 200.000 Euro vorgesehen. Hier soll es dann im Jahr 2026! richtig losgehen."
2027 ist 10-jähriges Jubiläum des Sanierungsbeschlusses, ein Grund zum Feiern ist das nicht.
Mit welchen Karten spielen die Gemeinderäte der CSU und SPD
zusammen mit Bürgermeister Jürgen Seitz, wenn es um die Sanierung der Festhalle geht?
Seit drei Jahren engagieren wir uns für den Erhalt und die Sanierung der Kahler Festhalle. Neben Absichtserklärungen und dem damaligen Bekenntnis ALLER im Gemeinderat vertretenen Parteien ist genau so viel passiert: fast NICHTS! Seit 2017 wurden Finanzmittel im Haushalt bereitgestellt, u.a. für die Erstellung eines Sanierungskonzepts, etwas Greifbares ist nicht geschehen. Seit teilweise drei Jahren existieren Beschlüsse, die nicht umgesetzt werden. Und das, obwohl Bürgermeister Jürgen Seitz noch in seiner diesjährigen Neujahrsansprache von der anstehenden Sanierung der Festhalle für 2020 gesprochen hat.
Die Thematik wird verschleppt und nach außen totgeschwiegen, die Bürger*Innen haben keinerlei Informationen über den aktuellen Stand.
Daher hat die BI zur Gemeinderatssitzung am 13.10.2020 unten stehenden Antrag gestellt, um sich im Arbeitskreis "Festhalle" einzubringen.
Leider wollen sich die CSU, die SPD sowie Bürgermeister Jürgen Seitz über den gegenwärtigen Stand und geplante Punkte nicht in die Karten schauen lassen. Unser Antrag wurde abgelehnt, genauso wie der Antrag der GRÜNEN, das Thema "Transparenz und Einbeziehung der BI zur Festhallenentwicklung" betreffend.
Es wird in nächster Zeit keine öffentliche Diskussion zur Festhallensanierung geben, weil wieder einmal eine Analyse eines Architekturbüros erstellt wird und das Ergebnis abgewartet werden soll. Die Bürgervertreter lassen die Bürger, die sie gewählt haben, außen vor. Unserer Meinung nach werden im Hintergrund Tatsachen geschaffen, die dann fix und fertig präsentiert werden, ohne dass wir darauf noch Einfluss nehmen können.
Das Main-Echo vom 15.10.2020 zur Gemeinderatssitzung: